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Der LPRS im Interview mit Michael Lange

Nach den ersten Gehversuchen mit den WISSENschafftPRAXIS-Impressionen, entschlossen wir uns ein Format mit mehr Inhalt und größerer Reichweite aufzuziehen.

Die Herstellung wirkt auf den ersten Blick eigentlich nicht kompliziert. Bedenkt man allerdings, dass wir nur eine einzige Kamera zur Verfügung haben, wird schnell klar, hier steckt ein größerer Planungsaufwand dahinter. Das Interview wird in 3 Etappen gedreht:

1. Etappe: Begrüßungs- und Verabschiedungsszene aus der Totalen. Dies ist der erste Aufbau. Beleuchtung und Kamera sind so Aufgebaut, dass sie frontal auf die Interviewpartner gerichtet sind. Es wird sowohl die Begrüßung und die Verabschiedung aus dieser Position hintereinander abgedreht.

2. Etappe: Fliegender Umbau, Ausrichtung auf den Interviewgast. Die Kamera und Beleuchtung wird schnellstmöglich auf den Interviewgast ausgerichtet. Das normale Interview wird durchgeführt. Der Interviewsprecher spricht die Fragen aus dem Off, sitzt aber an seinem Platz um dem Interviewgast einen Bezugspunkt zu geben. Nach diesem Aufbau wird der Interviewgast entlassen.

3. Etappe: Umbau, Ausrichtung auf den Interviewsprecher. Die Kamera und die Beleuchtung werden auf den Interviewsprecher Ausgerichtet. Der Interviewgast wird durch ein Lichtdouble ersetzt. Der Interviewsprecher spricht die Fragen nun nochmals aus dem On – daher ist eine gute Vorbereitung des Interviewsprechers Voraussetzung.

Nach Abschluss dieser drei Etappen wird im Schnittcomputer eine möglichst nahtlose Interviewsituation generiert, die nach Möglichkeit auch Engführungen in den Übergängen benutzt. Engführungen sind Schnitte, die unabhängig vom aktuellen Redner stattfinden: zum Beispiel wird während der Interviewsprecher noch spricht auf den Interviegast geschnitten um dessen Gesichtsausdruck während der Fragestellung zu sehen.

Bei diesem Interview haben wir versucht den Ton über ein Raummikrofon abzunehmen. Aufgrund der starken Störgeräusche haben wir dieses Verfahren aber in den nachfolgenden Interviews durch Ansteckmikrofone ersetzt, die wir gezielter aussteuern können.

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